17 | 04 | 2014

vmobile_spart_zeitElektronische Fieberkurven sind im Stationsalltag in zahlreiche Prozesse eingebunden, wobei viele dieser Prozesse für Außenstehende und auch für die Patienten im Verborgenen ablaufen. Hierzu zählen u. a. das Bereitstellen von Medikamenten, die Flüssigkeits- und Blutbilanzierung oder auch die regelmäßige Beurteilung des  Patientenzustandes und des Behandlungsfortschrittes durch den Stationsarzt. Selbst diese kurze Aufzählung zeigt bereits, daß nicht nur Ärzte, sondern auch das Pflegepersonal und die Mitarbeiter in den Funktionsbereichen intensiv mit der Fieberkurve arbeiten.

Die größte Herausforderung für eine elektronische Fieberkurve stellt derzeit jedoch die ärztliche Visite dar. Hier treten fast alle Nutzungsszenarien geballt in einem Prozess auf und müssen, oft unter Zeitdruck und vor allem für jeden Patienten sichtbar, schlafwandlerisch sicher beherrscht werden. Kommt es hier zu Unsicherheiten oder gar zu Probleme, ist schnell das Vertrauen der Patienten in ihre Ärzte aber auch das Vertrauen der Mitarbeiter in die Zuverlässigkeit der Fieberkurve gefährdet. Daher eignet sich die Viste am besten, um die Anforderungen und auch die Fähigkeiten einer elektronischen Fieberkurve näher vorzustellen.

Natürlich gibt es verschiedenen Arten von Visiten (Visitenrundgang, Lehrvisite, Kurvenvisite) und es verläuft auch jede Visite je nach Fachrichtung und beteiligten Personen immer etwas unterschiedlich ab, aber bestimmte Kernelemente lassen sich doch immer wieder feststellen. Hierzu zählt, dass sich die Beteiligten üblicherweise auf die Visite vorbereiten, indem sie sich einen Überblick über den Gesundheitszustand und den Stand der Behandlung eines jeden Patienten verschaffen und teilweise schon erste Anordnungen treffen. Danach beginnt der eigentliche Visitenrundgang. Hierbei stellt der jeweils verantwortliche Arzt den Kollegen im Rahmen der " Visite ante Portas" die nächsten Patienten kurz vor, wofür er einen schnellen und vollständigen Zugriff auf die bisherigen Diagnosen, die durchgeführten Maßnahmen, aktuelle Befunde (aus Labor, Mikrobiologie, Radiologie, etc.) und die geplanten weiteren Schritte benötigt. Im Patientenzimmer wird anschließend der Gesundheitszustand des Patienten überprüft und ggf. die weiteren Behandlungsschritte mit ihm besprochen. Üblicherweise bedeutet dies, dass aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse der eventuell genutzte Visitenwagen auf dem Flur stehen bleiben muss und die Dokumentation von Befunden und Anordnungen im Stehen erfolgt, wobei das mobile Gerät mit der einen Hand gehalten wird, während mit der anderen Hand die notwendigen Eingaben erfolgen. Sind mehrere Ärzte an der Visite beteiligt, ist es ebenfalls gängige Praxis, dass ein Arzt mit den Patienten spricht und die notwendigen Untersuchungen durchführt, während ein zweiter Arzt parallel die Dokumentation erledigt. Für diesen zweiten Arzt bedeutet dies, dass er seine Dokumentationsaufgaben in dem gleichen Tempo erledigen muss, wie der erste Arzt mit der Visite voranschreitet, was häufig für die verwendete Software eine enorme Herausforderung darstellt.

Nicht zuletzt, muss die elektronische Fieberkurve voll in das KIS eingebunden sein, damit Einerseits die notwendigen Informationen z.B. aus dem Labor oder der Radiologie abgerufen werden können und Andererseits, die während der Visite getroffenen Anordnungen inklusive der Dokumenation automatisch weiterverarbeitet werden können.

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